Jean Noir – Meetup und Glücksgefühle in Arzbach

von atelier | blog

Das war nun mein drittes Meetup bei Jean Noir. Tief im Westerwald zwischen Montabauer und Koblenz liegt der kleine verschlafende Ort Arzbach. Wenn man an dem Ortschild vorbei ist und man vergisst auf die Bremse zu treten, ist man auch schon wieder draußen. Wer es aber rechtzeitig schafft, findet in Arzbach eine kleine Oase der Familie Glück.

Einmal im Jahr, im späten August, treffen sich auf Einladung von Jean Noir ca. 60 Fotografinnen, Fotografen und Modelle und Menschen, die irgendwas mit Fotografie zu tun haben auf diesem kleinen Platz im Tal.
Freitag gegen 17:00 Uhr treffen die Menschen nach und nach ein. Überall aus Deutschland finden sich so Jahr für Jahr eine Gruppe von interessierten Menschen ein und starten ein entspanntes Wochenende. Und das ist es auch. Jean Noir und seine wunderbare Familie und Freunde geben sich alle Mühe, dass alles klappt und jeder zufrieden sein kann – oder sogar muss. Denn organisatorisch lässt dieses Wochenende kulinarisch, wie örtlich, menschlich und friedlich keine Wünsche offen.

Der Platzt bietet für jede Reisesituation alles. Ob mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt, es ist alles da. Anschlüsse für Strom und Wasser sind vorhanden und die Sanitären Anlagen sind sauber uns sehr gepflegt.
Nach dem Aufbau und Einrichten meines kleinen Zeltes ging es zum zentralen Punkt. Rund um das Restaurant sind viele überdachte Tische und Sitzgelegenheiten aufgebaut und liebevoll dekoriert. Und sind wir mal ehrlich. Nach eine langen und anstrengenden Anreise, schmeckt das erste frischgezapfte Bier doch einfach am besten, oder?
Zum Abendbrot wird tolles Essen als Buffet gereicht. Für den Veganer, für den Vegetarier und für die Fleischesser ist von allem genug da und es ist lecker. Mit viel Liebe zum Detail vorbereitet und präsentiert.

Freitag – Man trifft sich
und man trifft sich wieder. Viele Teilnehmer waren schon bei den beiden ersten Treffen dabei und kommen, wie ich, gerne wieder. In entspannter Runde tauscht man sich aus, fachsimpelt oder quatscht einfach nur dummes Zeug. Der Vorteil eines solchen Treffens ist, dass man, egal an welchen Tisch man sich setzt, immer eine Basis als Gesprächsthema hat – die Fotografie. Aber auch Plätze für Gespräche in kleiner Runde oder nur zweit sind genug vorhanden.

Samstag – von früh bis spät
kommen alle wieder zusammen und die ein oder anderen Nachzüglicher, Berufstätige oder Familienmenschen, denen es am Freitag nicht möglich war anzureisen, treffen noch ein. Mit einem umfangreichen Frühstück und jede Menge Kaffee startet der Tag. Und beginnt , wie der Freitag aufhörte. Man entspannt sich, man kommt an, der Puls fährt runter und man genießt einen kleinen Urlaub unter „Freunden“.
Im Laufe des Tages hat Selim einen Vortrag gehalten, den ich im wahrsten Sinne des Wortes verpennt habe, als ich bei leichtem Wind und Sonne in meinem Auto saß, entspannte Musik gehört habe ich mich ein wenig zurück gezogen habe, Ich habe den Moment genossen.
Bei einem tollen Grillabend und einem fantastischen Buffet ging der Samstag zuende uns ich in mein kaltes Zelt.

Sonntag – Der Tag der Abreise
irgendie ist man froh, wenn das Zelt abgebaut ist, der letzte Kaffee getrunken ist und man sich mit dem Gedanken beschäftigt jetzt nachhause zu fahren. Viele Gespräche, Eindrücke und Erfahrungen haben die kurzen Tage wie einen einwöchigen Urlaub wirken lassen und doch will man nicht so richtig ins Auto steigen. Einfach noch dableiben, noch ein wenig Quatschen, noch einen Kaffee trinken und einfach noch einen Tag bleiben. Noch einen Samstagabend und noch einen und noch einen.

Mein Fazit nach diesem Wochenende
Leider gibt es immer zwei Seiten auf so einem Wochenende. Es kommen viele Fotografen und Fotografinnen, denen man mit großer Begeisterung bei Instagram folgt, aber man weiß nicht wirklich, wer nun alles da ist. Keine Namensschilder, keine Liste, wer wer ist. Das macht es für einen berühmten, unbekannten Fotografen wie mich, nicht einfach herauzufinden, wer wer ist. Und machen wir uns nichts vor. Hast Du keinen Namen, kommt keiner von den „bekannten“ Fotografen auf Dich zu und fragt Dich, wer Du bist. Diese Fotografen sitzten oft in Ihrer Bubble, reden mit den Menschen aus Ihrem Umfeld, welches sie schon lange pflegen und sie werden mich niemals ansprechen. Da will man einfach nicht stören

Mein Dank geht raus, an alle, mit denen ich lustige und tolle Gespräche führen durfte.
An Jan, der mich wieder auf die Gästeliste gesetzt hat
und besonders an die Familie Glück und allen Helfern, die alles getan haben, um uns ein tolles Wochenende bereitet haben.